«Diese Auszeichnung bedeutet unserer Familie sehr viel. Sie zeigt, dass wir in den letzten Jahren in der Tierbetreuung und der Zucht vieles richtig gemacht haben», erklärt Peter Heinzer. Der Zuchtbetrieb von Luzia und Peter Heinzer mit dem Herdenpräfix Heinzer Gen wurde von Holstein Switzerland als einer von schweizweit fünf Betrieben zum Meisterzüchter 2026 gekürt.

Kurze Transportwege für die Milch - Käserei steht gleich neben dem Betrieb

Luzia und Peter Heinzer führen auf dem Walchwilerberg in der Bergzone 2 einen reinen Futterbaubetrieb mit 45 Hektar Fläche. Dabei werden sie von aktuell zwei Auszubildenden und bei Arbeitsspitzen von Vater Rochus Heinzer unterstützt. Ihre silofreie Milch geht an die Käserei Chäs-Hütte Rust, die gleich neben dem Betrieb liegt. Die Käserei stellt unter anderem Gruyère AOP her.

Die Hälfte des Jungviehs von Heinzer Gen wird extern aufgezogen. Der Stalldurchschnitt der 60 Kühe liegt bei rund 10 000 Kilogramm. «Wir produzieren auf unseren Flächen Heu und Emd von bester Qualität, je nach Jahr gibt es bis zu vier Schnitte. In der Fütterung ist die Sicherstellung einer ausreichenden Energieversorgung unserer Kühe während der Startphase sicher die grösste Herausforderung», erklärt der 37-Jährige. Wichtige Komponenten in seiner Fütterung sind, neben top Grundfutter, Maismehl und ein Hochenergie-Futter.

«Holstein Kuh weiss, für was sie auf der Welt ist»

Entscheidend sei, dass die Kühe viel und aggressiv fressen würden. «Und das ist auch die grosse Stärke der Holstein-Kuh. Sie hat ein ausgeprägtes Fressverhalten und weiss, für was sie auf der Welt ist: Um Milch zu produzieren», schwärmt Peter Heinzer von seiner Rasse. Im Stall auf dem Walchwilerberg stehen auch Einzeltiere der Jersey- und Braunviehrasse. Peter Heinzer selber züchtet schon seit Jahren produktive und schöne Holstein-Kühe. Dabei setzt er gerne auf bewährte Kuhfamilien. «Wir haben Freude an exterieurstarken Kühen und gehen mit diesen auch an Schauen. Die Rechnungen zahlen wir aber mit dem Milchgeld.»

Peter Heinzer setzt auf seinem Betrieb, der auf rund 900 m ü. M. liegt, auf die Hochleistungsstrategie, da ihm das Managen von leistungsstarken Kühen liegt und grosse Freude macht. «Nicht eine bestimmte Strategie ist für den Erfolg ausschlaggebend, sondern dass man die einmal gewählte Strategie konsequent verfolgt. Das trifft sowohl auf die Zucht als auch auf die Betriebsführung zu», erklärt der frischgekürte Meisterzüchter.

Viele Ehrungen an der Delegiertenversammlung von Holstein Zentralschweiz
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Präsident Toni Bamert durfte an der 25. Delegiertenversammlung von Holstein Zentralschweiz auf ein spannendes Jahr zurückblicken. Verschiedene Schauen im ganzen Verbandsgebiet, die Luga, die Holstein Awards und Betriebsbesuche standen auf dem Programm. Vor allem aber sei die Annäherung der nationalen Verbände Holstein Switzerland und Swissherdbook ein Thema gewesen, erklärte Toni Bamert gegenüber der BauernZeitung. An Infoveranstaltungen sei über das weitere Vorgehen informiert worden. «In unserer Region ist eine intensivere Zusammenarbeit aus meiner Sicht unumstritten, da dadurch auf Verbandsebene noch effizienter gearbeitet werden kann und so Kosten eingespart werden können», so Bamert.

Oasis von Rolf Krieger mit 159 000 Liter Milch
Effizienz und Wirtschaftlichkeit seien nicht nur auf Verbandsebene das Credo, sondern auch bei der Zuchtarbeit selber: «Unsere Rasse ist in den letzten Jahren effizienter und leistungsfähiger geworden. Besonders freuen mich aber die züchterischen Fortschritte in der Langlebigkeit, die Anzahl 100 000er Kühe steigt stetig an», so Toni Bamert. Mit der Kuh Oasis von Rolf Krieger, Ruswil, konnte sogar eine Holstein-Kuh ausgezeichnet werden, die schon über 159 000 Liter Milch produziert hat. Folgende Züchter wurden für ihre 100 000er-Kühe geehrt: Silvan Etterlin, Sulz LU; Benno Elmiger, Ermensee; André & Patrick Rüttimann, Hohenrain (2 x); Anton Stocker, Beromünster; Matthias Elmiger, Hohenrain; Thomas und Vanessa Koller, Fischbach; Josef Britschgi, Stalden (Sarnen); Jürgen Hunkeler, Pfaffnau; BG Blum & Wey, Pfaffnau (3 x); Louis Bühler, Küssnacht am Rigi; Margrit & Mario Gwerder-Feusi, Muotathal; Armin Roth, Rain; Hans Widmer-Koller, Eschenbach; Werner Jenny, Rain; Martin Burkart, Ballwil; Alois Huber, Udligenswil; Stefan Troxler, Hildisrieden; Gutsbetrieb Dottenberg / Daniel Amrhyn, Adligenswil; Rolf Krieger, Ruswil (2 x); Hans Helfenstein, Gunzwil; Martin Hebler, Buttisholz; André Steinger, Kottwil; Othmar Kunz, Grosswangen; Werner Muri, Innovation Farming, Schötz; Armin und Werner Kaufmann, Knutwil; Manuel Luthiger, Hünenberg; Jonas Studer, Menzingen.